NEWS

Wichtige Informationen für den Mittelstand

Neues aus der Wirtschaft


 



Bundesregierung will Umgehung von Grunderwerbsteuer erschweren

Finanzressort verweist auf Steuervermeidung gerade bei hochpreisigen Immobilien

Die Bundesregierung will Geschäfte mit dem Ziel einer Vermeidung der Grunderwerbsteuer erschweren. Dabei geht es vor allem um Änderungen der Beteiligungsstruktur von Unternehmen. "Die Praxis hat gezeigt, dass es besonders im Bereich hochpreisiger Immobilientransaktionen immer wieder gelingt, durch gestalterische Maßnahmen die Grunderwerbsteuer zu vermeiden", heißt es in der Begründung des Gesetzentwurfs des Finanzministeriums, der am Mittwoch vom Kabinett beschlossen wurde.

"Es ist nicht weiter hinnehmbar, dass die durch Gestaltungen herbeigeführten Steuerausfälle von denjenigen finanziert werden, denen solche Gestaltungen nicht möglich sind", heißt es in der Gesetzesbegründung weiter. Ziel des Gesetzes sei deshalb die Eindämmung missbräuchlicher Steuergestaltungen in der Grunderwerbsteuer.

Die Änderungen beziehen sich unter anderem auf Besitzwechsel bei Grundstücken, die nicht durch einen Verkauf der Immobilie selbst zustande kommen, sondern dadurch, dass bei einer Kapitalgesellschaft, der das Grundstück gehört, die Anteilseigner vollständig oder zum großen Teil wechseln. Dies soll durch veränderte Grenzwerte erschwert werden. Zudem werden geltende Fristen verändert.

Kritik an der Neuregelung äußerte der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft (ZIA). Die neuen Vorschriften seien "geeignet, den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu schädigen", erklärte der Vorsitzende des ZIA-Ausschusses für Steuerrecht, Hans Volkert Volckens.