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Koalition will Kurzarbeitergeld erhöhen

Längerer Arbeitslosengeld-Bezug und niedrigere Gastro-Mehrwertsteuer geplant

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat sich die große Koalition auf eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes geeinigt. Die Leistung soll schrittweise aufgestockt werden, je länger der Bezug dauert, wie die Parteichefs von Union und SPD in der Nacht zum Donnerstag nach Beratungen im Berliner Kanzleramt mitteilten. 

Zudem sollen den Angaben zufolge der Bezug von Arbeitslosengeld 1 um drei Monate verlängert und die Mehrwertsteuer in der Gastronomie befristet auf sieben Prozent gesenkt werden.

Die in knapp achtstündigen Beratungen getroffenen Beschlüsse sehen im Einzelnen vor, dass das Kurzarbeitergeld ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 Prozent beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern aufgestockt wird. Derzeit liegt es bei 60 und 67 Prozent. Ab dem siebten Monat soll die Leistung auf 80 und 87 Prozent steigen.

Das Arbeitslosengeld 1 soll für jene Betroffenen um drei Monate verlängert werden, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai und 31. Dezember 2020 enden würde, wie aus einem von den Koalitionsspitzen veröffentlichten Beschlusspapier hervorgeht. Die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie soll ab dem 1. Juli befristet bis zum 30. Juni 2021 auf den ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent gesenkt werden.