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In Westdeutschland heiraten viele Paare im Dezember

Fachleute sehen ökonomische Gründe für Ost-West-Unterschiede bei Hochzeitstermin

Der Sommer ist zwar die beliebteste Jahreszeit für eine Hochzeit - zumindest in Westdeutschland hat sich jedoch auch der Dezember als bevorzugter Heiratsmonat etabliert. Deutschlandweit ließen sich 2017 gut 69 Prozent der Paare zwischen Mai und Oktober trauen, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. In immerhin 16 Städten und Landkreisen war aber der Dezember der beliebteste Heiratsmonat.

So legten viele Paare unter anderem in den süd- und westdeutschen Großstädten München, Stuttgart, Bonn, Aachen und Münster ihren Hochzeitstermin in den letzten Monat des Jahres. In Ostdeutschland hingegen lag der Anteil der Dezember-Hochzeiten deutlich niedriger.

Der Gang zum Standesamt am Jahresende dürfte den Fachleuten zufolge unter anderem steuerliche Gründe haben: Wenn sich ein Paar bis zum 31. Dezember traut, gilt es steuerrechtlich für das gesamte abgelaufene Jahr als verheiratet. Vom Ehegattensplitting in der Steuererklärung können demnach aber insbesondere Paare mit großen Gehaltsunterschieden finanziell profitieren - und bei Paaren in Westdeutschland seien die Einkommensdifferenzen tendenziell größer als im Osten.